Historie

1964 wurde diese Maßnahme unter dem Motto „Ferien für einen Tag“ von dem damaligen Stadtjugendpastor Ruhfus ins Leben gerufen. Die erste Aktion lief vom 03.-08.08.1964 als eine Art Probedurchlauf in Absprache mit dem Jugendamt Bremerhaven. Bei dieser Aktion kamen in sechs Tagen rund 1200 Kinder. Die Kinder wurden morgens an fünf Haltestellen in Bremerhaven abgeholt und zum Freizeitgelände gebracht und gegen Abend auch wieder abgeholt. Der Unkostenbeitrag betrug damals noch 40 Pfennig. Das Programm wurde vom Stadtjugendpastor und einem 20-köpfigen Team von Ehrenamtlichen vorbereitet und durchgeführt. Zum Essen mussten sich die Kinder selbst etwas mitbringen, aber zum Mittag gab es für alle Milch umsonst. Die Zielgruppe der Aktion damals waren vor allem Kinder aus ärmeren bzw. sozialschwachen Familien. Eine wesentliche Zielsetzung von den „Ferien für einen Tag“ war, diesen Kindern die Möglichkeit zu bieten, wenigstens für einen Tag aus der Stadt, der Wohnung und den Straßen herauszukommen, um in der Natur Ferien machen zu können.

TiG – Heute

Aus den „Ferien für einen Tag“ sind die inzwischen über Bremerhaven hinaus bekannten „Tage im Grünen“ geworden und das seit über 60 Jahren!  Doch der Grundgedanke, das ursprüngliche Anliegen der Aktion, ist geblieben. Kindern wird die Möglichkeit geboten, ihrem Alltag, dem Straßenlärm und den Wohnungen zu entfliehen und Ferien zu machen. 

Auch bei TiG gab es in den letzten Jahren große Veränderungen durch Corona. Von 2020 bis 2023 gab es mehrere TiG Corona „Alternativen“, wie das Ferienprogramm vor Ort oder die TiG Kinderfreizeit. Seit 2025 gibt es TiG wieder wie gewohnt: Die ersten 9 Tage der Sommerferien für alle Kinder aus Bremerhaven und umzu.

Der Beitrag liegt inzwischen bei 3,50 Euro (Geschwister je 3 Euro) pro Kind und Tag. Es gibt ein großes ehrenamtliches Team von denen einige sogar ihren Jahresurlaub oder die Familienreise für diese Zeit opfern, nur um bei „TiG“ dabei zu sein. Das jährlich wiederkehrende Bedürfnis von Kindern „TiG“ zu besuchen zeigt, dass diese Art von Erholungsmaßnahme in Bremerhaven sinnvoll und wichtig ist. Es gibt wenig kostengünstige Möglichkeiten, sich in Bremerhaven zu beschäftigen, wenn die Schulen, Vereine und Tagesstätten geschlossen haben.
Dafür heißt es jedes Jahr auf ein neues: „Drangstedt Olé!“

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